Apfelwein herstellen – in diesen Schritten klappt es

Gerade im Herbst fallen die Angebote rund um Apfelwein wieder breit gefächert aus. Doch bevor der eigentliche Genuss beginnen kann, steht die Herstellung des Weins an. Wie diese funktioniert und welche Handgriffe für die Produktion von Bedeutung sind, zeigt die Übersicht über die einzelnen Schritte.

Wichtige Fakten rund um die Apfelweinherstellung

  • vor allem die Apfelqualität entscheidet über die Qualität des Weines
  • gängige Sorten sorgen für etwa fünf bis sechs Vol. % Alkohol
  • häufig erfolgt eine Mischung mehrerer Apfelsorten
  • die Produktion des Weins setzt sich aus mehreren Schritten zusammen
  • Sauberkeit und eine gründliche Arbeit stehen immer im Mittelpunkt

Schon die Art des Apfels ist von großer Bedeutung

Die Art des Apfels spielt eine wichtige Rolle, um einen guten Apfelwein produzieren zu können. Generell entscheidet die Wahl der Sorte über den Geschmack oder das Aroma. Zudem gilt: Je besser die Qualität des Apfels, desto besser fällt die Qualität der fertigen Weine aus. Ergänzend geben die einzelnen Sorten gewisse Eigenschaften vor. Wein aus Speierling-Äpfeln zeichnen sich beispielsweise durch einen blanken und somit stabil lagerbaren Wein aus. Eine gängige Praxis ist das Mischen der verschiedenen Sorten untereinander, um besondere Aromen zu ermöglichen.

Die Herstellung des Weins beginnt mit der Vorbereitung

Ist die richtige Sorte für den Apfelwein gefunden, beginnt die sogenannte „Apfelschlacht“. Hierbei handelt es sich um die Vorbereitung der Äpfel für die weitere Verarbeitung. Schlechte Exemplare werden sofort aussortiert. Geeignete Äpfel werden nach einer Reinigung über eine Transportschnecke in die sogenannte Apfelmühle transportiert. Diese zermahlt das Obst zur sogenannten Maische, aus dieser läuft der frisch gekelterte Apfelmost heraus.

Weitere wichtige Schritte für die abschließende Produktion

Wird der frische Apfelmost zur Produktion eines Weins verwendet, erfolgt jetzt eine Lagerung in großen Tanks aus Edelstahl. In diesen kann das Naturprodukt mit viel Geduld und Zeit zum frischen Wein reifen. Der Gärprozess dauert etwa vier Wochen. In diesem Zeitraum reagiert der Fruchtzucker mit der enthaltenen oder zusätzlich beigegebenen Hefe. Hierbei entstehen der Alkohol und die Kohlensäure gleichermaßen.

Ist der Gärprozess des Weins in den Tanks abgeschlossen, setzt sich die Hefe nun am Boden ab. Der Wein ist jetzt noch trüb und kann „abgestochen“ werden, wie der Fachmann sagt. Je nach Wunsch kann die Abfüllung des jetzt fertigen Weines entweder naturtrüb oder umfassend gereinigt in klarer Form in die bereits vorbereiteten Flaschen erfolgen. Der Kellermeister muss den Wein vor der Abfüllung genau im Blick behalten, um auf mikrobiologische Veränderungen sofort reagieren zu können.

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